Die Tage sind bald gezählt

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In regelmässigen Abständen präsentieren wir Impressionen und Einblicke aus dem Studium. So nehmen wir via Blog Anteil an den spannenden Erfahrungen, die junge Menschen in der Ausbildung zu einem Kirchenberuf machen. Heute beschreibt Pascal Eng seine Gedanken im Hinblick auf das nahende Ende des Studiums.

72, 71, 70, 69… Ja, mittlerweile kommt man in Versuchung, die Tage zu zählen. Es dauert nur noch wenige Wochen, dann werde ich mein Theologiestudium aller Voraussicht nach beendet haben. Eine schöne Vorstellung! Langsam, aber sicher lichten sich die Ansprüche des Uni-Dschungels, der anstehende Arbeitsaufwand wird überschaubar: Endredaktion der Masterarbeit, letzte Hausarbeit, Schlussexamen.

Die anschliessende Verschnaufpause wird nicht von allzu langer Dauer sein. Anfangs August steht mit der Arbeit in der Pfarrei bereits ein neuer Lebensabschnitt an. Ob es ein Sprung ins kalte Wasser wird? Ich glaube nicht. Das Bistum sorgt bereits früh dafür, dass der Sprung ins Berufsleben möglichst gut gelingt: zuerst mit der Studienbegleitung sowie diversen Praktika, später mit der Berufseinführung. Klar, ein Kinderspiel ist es trotzdem nicht. Viel grösser als die Bedenken sind bei mir aber letztlich das Vertrauen und die Freude an einer grossartigen Herausforderung, die Sinn macht.

Bis es soweit ist, verzichte ich darauf, die Tage zu zählen. Denn ich werde sie vermissen, die Zeit als Student, das weiss ich jetzt schon! Jeder Tag, der bleibt, will genutzt werden. Nicht nur zum Lernen, sondern auch um weiterhin geistlich zu wachsen und gute Freundschaften zu pflegen. Solche Erfahrungen tragen – hoffentlich ein Leben lang! Selbst wenn der eine oder andere Schritt dann vielleicht doch ein Sprung ins kalte Wasser wird, habe ich immer einen Ort, um mich wieder aufzuwärmen.

 

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