Erste katholische Armee-Seelsorgerin

Zum ersten Mal in der Geschichte der Schweizerarmee, hat die römisch-katholische Kirche eine Militärseelsorgerin. Wer ist sie? Woher kommt sie? Was ist ihr als Seelsorgerin wichtig? Ist dieses Umfeld, das hauptsächlich von Männern dominiert wird, für eine Seelsorgerin nicht äusserst problematisch? Kann sie da etwas bewegen?

Lusia Markos Shammas ist die erste katholische Militärseelsorgerin der Schweiz. Die Waadtländerin wurde im vergangenen Herbst offiziell befördert. Ihre wichtigste Aufgabe sieht die Theologin darin, junge Menschen in einem schwierigen Lebensabschnitt zu begleiten, zu zuhören und ihre Sorgen und Unsicherheiten ernst nehemen. «Es ist sehr wichtig, dass es auch in der Armee einen Seelsorger gibt, der einfach da ist und keine Gegenleistung erwartet.»

Armeeseelsorgerinnen und Armeeseelsorger begleiten in grosser Freiheit die Angehörigen der Armee während deren Dienstzeit. Dazu muss man mit beiden Beinen im Leben stehen und die Fähigkeit haben, offen auf andere Menschen zuzugehen.

Markos Shammas freut sich auch über die zunehmende Bedeutung der Multikulturalität in der Armee. «Als Seelsorgerin bin ich nicht nur für die Christen da, sondern für Mitglieder aller Religionen und auch für Soldaten, die keinen religiösen Glauben haben.»

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