Griechisch ohne Babysitter

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In regelmässigen Abständen präsentieren wir Impressionen und Einblicke aus dem Studium. So nehmen wir via Blog Anteil an den spannenden Erfahrungen, die junge Menschen in der Ausbildung zu einem Kirchenberuf machen. Anna Staiger zeigt uns heute, wie man als Fernstudentin Kinderbetreuung und Studium unter einen Hut bringt.

Ein Frühlingslied nach dem anderen trällernd, komme ich von einem ausgiebigen Spaziergang mit meinem Sohn nach Hause. Auf dem Weg zum Wickeltisch schweift mein Blick zum offenen Kalender auf dem Schreibtisch. Freitag 18:00 Uhr Griechisch. In meinem Kopf rattert es. Kurzes Innehalten. Was ist heute für ein Tag? Oh Sch... heute ist Freitag. Im Augenwinkel blicke ich auf die Uhr und düse schon los, den Laptop hochzufahren, die Griechisch-Unterlagen zu richten und meinen Sohn mit mundgerechten Brotstücken zu versorgen. In der Hinterhand halte ich Spielsachen bereit und logge mich auf der Online-Plattform ein. Jetzt ist es 17:59 Uhr. Puh, gerade noch rechtzeitig geschafft. Dann heute mal ohne Babysitter. Ich bin gespannt, ob es funktioniert.

Nach einem freundlichen Grüezi (das ich als Schwäbin immer so gerne höre) geht es auch schon los mit einer kleinen Fragerunde und dem gemeinsamen Übersetzen. Es läuft richtig gut. Und meinem Sohn scheinen die griechischen Klänge als «Hintergrundmusik» zu seinem Abendbrot gut zu gefallen. Bloss das mit dem Einsagen müssen wir noch ein bisschen üben. Denn nur mit sehr viel Phantasie kann ich sein Gebrabbel verstehen und in meine Übersetzungskünste einfliessen lassen.

Gut, dass ich den Eintrag im Kalender im letzten Moment noch gesehen habe und dass es dank dem Fernstudium in Luzern so gut möglich ist, auch einmal mit Kind zuzuhören und mitzuarbeiten. Ich bin schon gespannt, wie sich das noch entwickelt. Und ich hoffe nur, dass meinem Sohn trotzdem als erstes Mama über die Lippen rollt und nicht das griechische Wort logos oder so...

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