Chance Freiwilligenarbeit

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Was leistet die Freiwilligenarbeit in der Seelsorge? Der Wettbewerb «Freiwilligenarbeit SICHTBAR», der jährlich von der Kommission Freiwillige des kantonalzürcherischen Seelsorgerats organisiert wird, zeigt beispielhaft, wie viele Chancen die Freiwilligenförderung bietet.

Im Juni 2018 fand zum vierten Mal der Wettbewerb «Freiwilligenarbeit SICHTBAR» statt. Es bewarben sich fünf innovative, erfrischende und nachhaltige Projekte. Insbesondere beim Kindermusical «Immanuel, Immanuel» des Seelsorgeraums Maria Krönung/St. Anton Zürich (Bild) zeigte sich: Freiwillige brauchen «Lokomotivführer und Lokomotivführerinnen».

Die Idee zu diesem Musical kam von der Leiterin der Katechese, Vivien Siemes. Schnell fand sie Kinder, die begeistert dabei waren. Dann aber auch Eltern, die Kostüme produzierten, das Bühnenbild entwarfen, sowie Musiker und Musikerinnen, die eigens eine Band gründeten. Ein Riesenerfolg.

Für Vivien Siemes bestand die Aufgabe mehr und mehr darin, zu koordinieren, zu begleiten – und da zu sein, wenn Fragen aufkamen. Sie lebt(e) im Grunde das, was mir mein erster Lehrmeister in Sachen Pastoral schon vor 30 Jahren ans Herz gelegt hatte: «Arbeite nicht für 10, sondern bring 10 zum Arbeiten – dann bist du gut!»

Hauptamtlich in der Kirche tätig zu sein, heisst in erster Linie, Charismen, Talente und Fähigkeiten zu entdecken und zu fördern. Die Kirchen brauchen mehr denn je keine bezahlten Aktionisten und Aktionistinnen, sondern begeisternde, animierende und vernetzende Seelsorger und Seelsorgerinnen. Denn Kirche lebt und wächst von unten.