Ranfttreffen 2017 – Eindrücke und Erfahrungen eines Erstteilnehmers

Ranfttreffen.png

Für mich war es das erste Mal, dass ich an einem Ranfttreffen dabei war. Die Organisatorinnen und Organisatoren von Jungwacht Blauring Schweiz hatten mich als Vertreter der Deutschschweizerischen Ordinarienkonferenz (DOK) dazu eingeladen.

Nach einem stärkenden Abendessen mit vielen anderen Helferinnen und Helfern in Flüeli besuchte ich einige der thematisch sehr vielfältigen Ateliers auf den Routen der Teilnehmenden: Bouldern, Gruppengespräche, Volkstanz, Taizé-Gebet, Besuch im Wohnhaus von Bruder Klaus, eine nächtliche Eucharistiefeier und schliesslich den abschliessenden Gottesdienst mit dem Lichtermeer in der Ranftschlucht.

«Chance Kirchenberufe» war mit einem Stand auf Flüeli bei der Kaplanei vertreten. Viele Jugendliche und Begleitpersonen haben ihn besucht und sich von Berufungsvideos ansprechen lassen; einige haben an einem Wettbewerb zu kirchlichen Berufen teilgenommen oder sich auf ein Gespräch über kirchliche Berufe eingelassen.

Ein niederschwelliges Angebot, das kaum klassische Bekehrungs- oder Berufungserlebnisse vermittelt hat. Aber ein Gefäss, das Chancen der Begegnung beiderseits eröffnet: die Chance, Menschen kennenzulernen, die offen sind für religiöse und spirituelle Themen. Und die Chance, Menschen kennenzulernen, die von ihren Überzeugungen und den Gründen ihres Engagements in der Kirche berichten.

Das Ranfttreffen ist für mich ein Ort, an dem viele solche Dialog- und Austauschplattformen eröffnet werden. Plattformen, welche die Chance bieten, von Kirche, vom Glauben und einem möglichen Beruf in diesem Umfeld zu reden – und einer Erfüllung, die damit verbunden ist.

Bruder Klaus und Dorothea haben gemeinsam eine Lebensentscheidung getroffen – das dürften in dieser Nacht nur wenige gemacht haben. Dass es aber solche Lebensentscheidungen braucht und sie notwendig sind, das haben viele junge Menschen erfahren.

Ruedi Heim, Bischofsvikar

(Foto Jungwacht Blauring Schweiz)