«Suche und biete» für kirchliche Berufe?

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Thomas Leist, Leiter der Fachstelle Information Kirchliche Berufe IKB und Projektleiter von «Chance Kirchenberufe», macht sich Gedanken zum kirchlichen Arbeitsmarkt.

Letztens habe ich wieder einmal eine Zeitung durchstöbert und kam in die Rubrik «Suche und biete». Es war erstaunlich, dass es beides gegeben hat: Menschen, die etwas Konkretes gesucht haben, und viele, die etwas angeboten haben, ohne zu wissen, ob es jemand braucht.

Ich würde mir wünschen, dass auch der Arbeitsmarkt der Kirche dieses Format hätte. Ein Suchen und ein Bieten: Wer einen kirchlichen Beruf sucht, der kann auf den einschlägigen Seiten wahrnehmen, was derzeit an Stellen offen ist. Wichtiger aber wäre es doch, dass auch jene, die nicht direkt etwas suchen, wohl aber etwas zu bieten haben, dies ebenfalls deponieren könnten. So würde die Kirche über die Grenzen ihrer festen Berufsbilder hinaus auch Menschen kennenlernen, die ihre eigenen Möglichkeiten und Ideen einbringen und hie und da vielleicht sogar einen Beitrag zur seelsorglichen Tätigkeit vor Ort leisten können.

Eine Utopie? Die Diskussion ist eröffnet.